Tiefziehen – Wanddickenänderung & Einschnürung

DIN 8584 / Plastizitätstheorie
Optimaler Umformbereich
Minimale Wanddicke s_min 1.00 mm
±0.0% Ausgangszustand
Maximale Wanddicke s_max 1.00 mm
±0.0% Ausgangszustand
Aktuelle Ziehkraft F_zieh 0.0 kN
Siebel-Gleichung (inkl. Reibung)
Aktuelle Ziehtiefe h 0.0 mm
von max. 37.5 mm
2D Werkzeug-Schnitt & Blechverformung
Hover zum Messen
Ausdünnung / Rissgefahr (< 80%) s₀ = 100% (Nominal) Verdickung / Stauchung (> 120%)
Kritisch (Stempelkante) Bodenbereich Zylinderrand / Flansch
3D Bauteil-Schnitt (Wandstärken-Heatmap)
Drehen: Maus links | Zoom: Rad
Wanddickenverteilung s(l) über die abgewickelte Konturlänge
Einschnürungs-Dip an Stempelkante vs. Zunahme am Rand
Zone 1 · Stempelkante (r_p)
Starke Ausdünnung & Bodenreißer
Hier muss das Blech die gesamte Ziehkraft übertragen, die der Flansch zum Einziehen braucht. Das Material an der Stempelrundung ist dabei noch kaum verfestigt und wird zusätzlich gebogen – es dünnt im ebenen Dehnungszustand aus (typisch −5 bis −20 %). Übersteigt die Zugkraft seine Tragfähigkeit, reißt der Boden ab. Kleiner Stempelradius (rp < 3·s₀), großes β und geringe Verfestigung (kleines n) verschärfen das.
Zone 2 · Bodenbereich
Nahezu konstante Dicke s ≈ s₀
Der ebene Boden liegt fest auf der Stempelstirnfläche auf. Durch die hohe Reibung zwischen Blech und Stempel wird das Ausdehnen in radialer Richtung behindert. Das Material erfährt kaum plastische Verformung, weshalb die Dicke nahezu der Ausgangsdicke s₀ (ca. 98–100%) entspricht.
Zone 3 · Flansch & Zylinderrand
Materialstauchung & Wandverdickung
Beim Einziehen des Blechs verkleinert sich der Umfang drastisch. Es herrschen enorme tangentiale Druckspannungen (σt < 0). Nach dem Gesetz der Volumenkonstanz muss das gestauchte Material nach oben und unten ausweichen: Das Blech wird am oberen Rand dicker: s ≈ s₀·(D₀/d)1/(1+r), bei DC01 und β = 2 etwa +30%. Daher muss der Ziehspalt w > s₀ gewählt werden!